Als Abschluss unserer Kleinserie über die Goldproduktion beschäftigen wir von der SWM AG in Liechtenstein uns heute mit den Nebeneffekten von unkontrolliertem Goldbergbau.

Das größte Problem sei die Menge von 100 Kilogramm pro Jahr, die Kleinhändler ohne Nachweise importieren dürfen, erklärte vor einiger Zeit der Geschäftsführer der Fachvereinigung Edelmetalle, Wilfried Held. Zwar sollen rund 98 Prozent des Goldes vom EU-System erfasst werden, aber Held bewertet den Rest als Gefahr. «Wir sehen darin eine Schwächung des Systems.» 100 Kilogramm hätten immerhin einen Wert von fast vier Millionen Euro. Becker befürchtet bei Verfehlungen einen Imageschaden für die gesamte Branche.

Der Rohstoffexperte des Vereins PowerShift, Michael Reckordt, sieht in der EU-Verordnung zum Beispiel nur einen ersten Schritt. Die verarbeitende Industrie sei aber von den Sorgfaltspflichten ausgenommen und die EU habe mit den recht hohen Schwellenwerten Schlupflöcher geschaffen, kritisiert er. Neben Umweltverschmutzung und Gesundheitsgefahren durch Quecksilber- und Cyanideinsatz sieht Reckordt im unkontrollierten Goldbergbau die Gefahr des Schmuggels.

«Gold kann einfach geschmuggelt werden und so illegal bewaffneten Gruppen helfen, sich zu finanzieren oder Drogenkartellen helfen, Geld zu waschen.» Die Grünen-Europaabgeordnete Ska Keller hätte sich eine Verordnung gewünscht, die sicherstellt, dass keine Konfliktmineralien auf den europäischen Markt gelangen. «Das haben wir nicht erreicht», teilte sie mit. Es sei aber ein Schritt in die richtige Richtung. «Das Gesetzeswerk wird nach dem Inkrafttreten auf Wirksamkeit überprüft.» Auch Keller hält die Schwelle von 100 Kilogramm für zu hoch. Die Sorge um hohe Kosten durch die Verordnung hält sie dagegen für übertrieben.

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