Die  Euro-Krisenländer wie Italien und Spanien werden durch die EZB auf Kosten der Euro-Staaten, die eine Target-2-Forderung haben (Deutschland, Luxemburg, Holland) subventioniert. Prof. Sinn, der frühere ifo-Chef, drückte es vor einiger Zeit so aus: „Target ist letztlich eine goldene Kreditkarte – ohne Limit für die Defizitländer.“

Solange es die Währungsunion noch gibt und auch kein Staat die Euro-Zone verlässt, gehen von den Target-Salden noch keine unmittelbaren finanziellen Belastungen für Deutschland aus. Sollte aber in zwei bis drei Jahren Italien die Eurozone verlassen, dann wird Deutschland nicht nur seine Target-2-Forderung gegenüber Italien, sondern seine gesamten  Target-2-Forderungen verlieren. Bei einem Austritt Italiens aus der EU wird auch die Euro-Zone zerfallen. Dann hätte Deutschland eine Forderung gegen ein Verrechnungssystem, das es dann nicht mehr gibt. Das bedeutet, Deutschland verliert auch seine Target-Forderungen gegen Spanien, Portugal und Zypern. 

Geht es im derzeitigen Tempo weiter,  wird die deutsche Target-2-Forderung dann vermutlich die Marke von 1 Billion Euro überschritten haben. Die immensen Target-2-Forderungen von derzeit 830 Milliarden Euro, die Deutschland aufgebaut hat, sind jetzt schon so hoch, wie zweieinhalb Bundesjahreshaushalte.

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