Draghi wies vor kurzem in einem Schreiben darauf hin, dass ein Staat, der aus der Eurozone ausscheiden wolle, vorher seine gesamte Target-Schuld begleichen müsse. Der Brief des EZB-Chefs ging an zwei italienische EU-Abgeordnete.

Italiens Target-2-Verbindlich-lichkeiten belaufen sich der-zeit auf 420 Milliarden Euro und könnten natürlich von Italien nicht beglichen werden, falls Italien dazu aufgefordert würde.

Sollte die aktuelle Entwikklung auch in den nächsten zwei Jahren anhalten, wird Italiens Target-2-Verbindlichkeit auf etwa 600 Milliarden Euro steigen. Draghis Brief soll dazu beitragen, die Italiener vor einem Austritt aus der EU und damit auch aus der  Eurozone, zu warnen und abzuschrecken.

Draghis Forderung wird die Italiener aber gewiss nicht beeindrucken, denn weder die EZB noch die EU könnte Italien zur Zahlung zu zwingen. Welchen Nachteil hätten die Italiener, wenn sie ihre Target-Verbindlichkeiten nicht zurückzahlen würden? Den großen Verlust erleidet Deutschland, weil es seine Forderung von über 800 Milliarden Euro abschreiben müsste!

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